Zypern - Wo die Götter Urlaub machen

Europas östlichste Insel liegt auf dem Weg Richtung Afrika im Mittelmeer. Hier entstieg, gemäß der griechischen Mythologie, Aphrodite dem Meeresschaum.
Zypern gehört mit zu den schönsten Inseln im Mittelmeer. Mit einer Fläche von ca. 9250 km² und einem Bergmassiv von knapp 2000 m Höhe, bietet die Insel eine abwechslungsreiche Landschaft für Naturliebhaber und Sonnenanbeter. Wandern, Baden, Tauchen, Segeln, Radfahren, Reiten oder Golfen sind nur wenige von den vielen Aktivitäten, die man auf Zypern erleben kann.

Kulturell hat die Insel sehr viel zu bieten. Ägypter, Griechen, Römer, Venezianer, Kreuzfahrer, Türken und Byzantiner prägten und bereicherten die Kultur der Insel Zypern. Das kulturelle Erbe Zyperns umfasst antike Siedlungen aus der Jungsteinzeit, hellenistische und römische Amphitheater, ägyptische Gräber, byzantinische Kirchen und Klöster, Ikonen, Wandmalereien und vieles mehr.

Eine Insel mit vielen Gesichtern - entdecken Sie das Troodos-Gebirge, die herrlichen grünen Wälder, das kulturelle Erbe und erholen Sie sich an wunderschönen Stränden. Ursprüngliche Dörfer im Hinterland, die Herzlichkeit der Bewohner und die Vielfalt der landestypischen Küche lässt Sie Ihren Urlaub in vollen Zügen genießen und zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Unser Tipp!

Für Badeurlauber ist die angenehmste Reisezeit zwischen Mai und Oktober. Für Freund der Rundreise, empfehlen wir die Zeit von September bis Mai.

Nikosia

„Lefkosia“, wie die Zyprioten ihre Hauptstadt nennen, hat ihre Wurzeln in der Bronzezeit. Die Stadt liegt nahezu im Zentrum der Insel und verbindet ihre historische Vergangenheit mit der Geschäftigkeit einer pulsierenden Großstadt. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands ist Nikosia die letzte geteilte Hauptstadt der Welt.
Bummeln Sie durch die Straßen der Altstadt, welche umgeben ist von einer aus dem 16. Jhd. stammenden venezianischen Stadtmauer. Hier finden Sie zahlreiche Museen, byzantinische Kirchen - wie zum Beispiel die „Panagia Chrysaliniotissa“ die um 1450 erbaut als älteste byzantinische Kirche gilt - mittelalterliche Bauten, kleine Restaurants und Handwerksläden. Das Viertel „Laiki Geitonia“ ist ein Beispiel für die traditionelle zypriotische Bauweise, nach dessen Renovierung viele Läden, Künstlerwerkstätten und Restaurants eingezogen sind. Hier finden Sie auch das Büro der Fremdenverkehrszentrale Zypern, welches als Ausgangpunkt für geführte Spaziergänge durch die Stadt dient.
Im südlichen Teil der Altstadt führt Sie ihr Weg als Fußgänger über die „grüne Linie“ in der Ledra-Strasse in den türkischen Teil der Stadt. Auch hier lohnt ein Tagesausflug - besichtigen Sie Moscheen aus dem 13. Jhd. und 17. Jhd., sowie das wohl älteste türkische Bauwerk der Insel, die Karawanserei Büyük Han.

Auch in der näheren Umgebung der Stadt bieten sich viele Ausflugsziele an wie die „Panagia Chrysospiliatissa-Kirche“, die aus frühchristlicher Zeit als Höhlen-Katakombe angelegt wurde oder das „Machairas-Kloster, eines der ältesten und wichtigsten Klöster um 1148 gegründet, die „Königsgräber von Tamassos“, der Forstpark von Athalassa oder das Freilichtmuseum „Fikardou“.

Limassol

Die zweitgrößte Stadt Zyperns wurde nach 1191 und der Zerstörung von Amathous durch Richard Löwenherz erbaut. Heute bildet sie das Zentrum der Weinproduktion und ist ein beliebter Ferienort. Hier treffen modernes Geschäftsleben auf landestypische Märkte, Museen auf Restaurants und die Uferpromenade auf die verwinkelten Gassen der Altstadt. Lohnend ist der Besuch eines der vielen Museen der Stadt, wie zum Beispiel die Burg „Lemesos“, die Johannisbrotmühle oder das archäologische Bezirksmuseum.
Entdecken Sie antike Monumente, wie das Heiligtum „Apollon Hylates“ oder das einzigartige Stadion und Amphitheater von „Kourion“ mit seinem spektakulären Blick auf das Meer. Während einer Fahrt ins Landesinnere laden zahlreiche Weindörfer zum Verweilen ein und im grünbewaldeten Troodos-Gebirge finden Sie das berühmte „Kykko-Kloster“. Besuchen Sie die Überreste der Stadt „Amathous“, eines der ältesten Stadtkönigreiche oder bewundern Sie im „Kourris-Tal“ einige der bedeutendsten Bauwerke aus byzantinischer Zeit, wie die Klosterkirche „Panagiatis Amasgou“, die „Heilig-Kreuz-Kirche“ von Koutà oder die „Erzengelkirche“ von Monagri. Etwas abseits der Altstadt liegt die weitläufige Touristenzone entlang flach abfallender Sandstrände mit herrlichen Badebuchten. Limassol ist bekannt für sein abwechslungsreiches Nachtleben.

Larnaca

Die drittgrößte Stadt Zyperns punktet mit unverwechselbarem Charme. Gegründet auf den Überresten des antiken Kition, kolonisiert durch die Achäer im 13. Jhd. vor Christus. Danach besiedelt von den Phöniziern im 9. Jhd. vor Christus war sie Hauptsitz des frühen Christentums und ab dem 18. Jhd. Haupthandelsplatz der Insel. Dies bezeugen viele antike und byzantinische Sehenswürdigkeiten, sowie muslimische Bauwerke. Besuchen Sie das älteste Privatmuseum Zyperns, das „Pierides-Museum“ oder, das aus dem Mittelalter stammende „Hafenkastell“. Besichtigen Sie die „Büyük Lamir Moschee“, oder die aus dem 13. Jhd. stammende „Agios Georgios o Makris-Kapelle“. Außerhalb der Stadt lohnt der Besuch der „Hala Sultan Tekke“, sowie des Salzsees von Larnaca, eines der wichtigsten europäischen Feuchtgebiete, Rastplatz für tausende Flamingos im Winter.
Spazieren Sie entlang der Palmenpromenade und genießen Sie die malerische Altstadt mit ihren engen Gassen, zahlreichen Geschäften und Restaurants, sowie den täglich stattfindenden Obst- und Gemüsemarkt. In östlicher Richtung, entlang der „Larnaca Bay“, erstreckt sich der kilometerlange feine Sand-/Kiesstrand, der zum Erholen einlädt. Hier liegen auch die meisten Hotels.

Paphos

Die antike Schatztruhe war im Altertum über längere Zeit die Hauptstadt Zyperns, heute gehört ein Teil der Stadt zum Weltkulturerbe. Gleichzeitig ist Paphos ein mondänes Touristenzentrum, der alte Stadtkern mit seinen vielen Geschäften, Cafès und Restaurants lädt zum Bummeln ein. Der Legende nach ist hier der Geburtsort der Aphrodite und so wurde dieser Ort zum Zentrum ihres Kultes. Unzählige archäologische Stätten und Bauwerke warten auf Ihren Besuch, so auch der archäologische Park „Kato Pafos“, hier finden Sie Relikte aus prähistorischer Zeit bis ins Mittelalter. Er beherbergt unter anderem das „Odeion“ von Paphos, das Kastell „Saranda Kolones“ oder die „Königsgräber“. Spazieren Sie entlang des malerischen Hafenbeckens mit seinem mittelalterlichen Kastell, dessen Ursprung bereits in byzantinischer Zeit liegt. Sehenswert sind auch die Bäder aus osmanischer Zeit „Hamam“, die bis in die fünfziger Jahre in Gebrauch waren und heute als Kulturzentrum dienen oder die aus hellenistischer Zeit stammende „Agia Solomoni-Katakombe“ Zuflucht für mittelalterliche Pilger. Außerhalb der Stadt finden Sie kleine Strandbuchten und in ländlicher Umgebung Bananenplantagen. Der wohl schönste und bekannteste Strand ist „Petra tou Romiou“, ca.25 km außerhalb von Paphos. Hier bietet sich Ihnen ein faszinierender Blick auf die imposanten Kalkfelsen, die aus dem Meer herausragen, an diesem Ort soll Aphrodite dem Meer entstiegen sein. Genießen Sie die herrliche Küstenlandschaft oder fahren Sie ins Landesinnere und in die Bergregion mit vielen kleinen Dörfern und Klöstern, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.

Pissouri

Zwischen Paphos und Limassol gelegenen ist Pissouri wahrscheinlich das einzige Dorf an der Küste Zyperns, das seine originelle Architektur und Umgebung behalten hat. Der Ort mit seinem historischen Kern befindet sich auf den Klippen, ca. 250 m über dem Meeresspiegel. Der Dorfplatz, der umgeben ist von kleinen familiengeführten Restaurants und Cafès, ist durch seinen Flair sowohl bei den Zyprioten als auch bei ausländischen Besuchern sehr beliebt. Das Dorf ist umgeben von Weinbergen, diese zählen zu den besten des Landes. Unterhalb der Altstadt erstreckt sich der touristische Teil entlang einer herrlichen Bucht. Hier finden Sie genügend Unterhaltungsmöglichkeiten, sowie Geschäfte und Restaurants.

Ayia Napa

Die südöstlichste Ecke Zyperns lädt mit ihren feinen, weißen Sandstränden zum Wassersport ein. Der ehemalige verschlafene Fischerort hat sich heute zum Hauptort des Badetourismus entwickelt und bietet viele Unterhaltungsmöglichkeiten. Ein Promenadenweg führt kilometerweit bis fast zum „Kap Greko“ das Tauch- und Schnorchelparadies im „National Forest Park“ mit seinen steilen Klippen, die einen herrlichen Ausblick bieten. Im historischem Zentrum befindet sich das alte Kloster von Ayia Napa mit einem schön dekoriertem Brunnenhaus. Besuchen Sie das „Marine-Life-Museum“ oder das neue „Thalassa-Museum“, welches ein original nachgebautes Handelsschiff des 4. Jhd. ausstellt, das vor der Küste von Kyrenia gesunken ist. Sehenswert ist auch die Flussmündung, hier legen die bunten Boote der einheimischen Fischer an, um ihren Fang zum Verkauf anzubieten.

Protaras

Nordöstlich von Agia Napa, direkt an der Ostküste Zyperns, liegt die Bucht von Protaras. Protaras ist kein Ort für sich, sondern ein Gebiet, das für den Tourismus erschaffen wurde. Die Landschaft besticht mit ihren Sandstränden, Windmühlen und Feigenbäumen. Ein Besuch im Tal der Windmühlen ist besonders in den späten Nachmittagsstunden empfehlenswert, wenn die weißen Windräder sich kontrastreich vom tiefblauen Abendhimmel abheben. Protaras ist eine moderne Ferienregion und bietet jeglichen Komfort. Sie finden hier zahlreiche Restaurants und ein abwechslungsreiches Nachtleben mit verschiedenen Clubs und Diskotheken. Wassersport wird hier groß geschrieben, ob beim Segeln oder Windsurfen. Die flachen und hellen Sandstrände laden zum Verweilen ein. Die faszinierende Unterwasserwelt erleben Sie beim Schnorcheln oder Tauchen, ebenso bei der Fahrt mit einem Glasbodenboot. Die Region ist unter dem Namen „Kokkinochoria“ oder „Rote Dörfer“ bekannt geworden, der reichen roten Erde wegen, die Zyperns berühmte Kartoffeln hervorbringt. Kulturliebhaber kommen beim Besuch der mittelalterlichen Kirchen auf ihre Kosten, die sich in Dörfern wie Sotira befinden oder in den Volkskunstmuseen in Deryneia und Avgorou.

Troodos Gebirge

Das Gebirge erstreckt sich über den Großteil des Südens und Westens der Insel. Die höchste Erhebung ist der „Olympos“ mit 1950 m. An den Hängen des Gebirges finden Sie viele Erholungsorte und Quellen, sowie byzantinische Klöster und Kirchen und malerische Dörfer. 10 byzantinische Scheunendachkirchen wurden in die Liste der UNESCO zum Weltkulturerbe aufgenommen; darunter sind zum Beispiel die Kirchen „Panagia tou Araka“ oder „Agios Ioannis Lambatisdis“. Ein Ausflug lohnt immer. Gerade in den Sommermonaten bieten sich die kühlen Kiefernwälder zum Wandern an und in den Wintermonaten wird hier Wintersport betrieben. Sie finden in den verschiedenen Tälern Obst-, Mandel- und Walnussbäume. Das „ Marathasa Tal“ wird auch als Tal der Kirschbäume bezeichnet. Viele Orte dienen als Sommerfrische für die einheimische Bevölkerung. Sehenswert sind auch die Schwefelquellen von „Kalopanagiotas“ und das bekannteste und reichste Kloster Zyperns, das „Kykko-Kloster“.

Klimatabelle

                                     
Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur Tag 15 15 19 24 29 34 37 37 33 28 22 17
Temperatur Nacht 5 5 7 10 14 18 21 21 18 14 11 7
Sonnenstunden 5 6 7 9 11 13 13 12 11 9 7 5
Regentage 11 10 7 4 3 1 0 0 1 3 5 9
Wassertemperatur161617202224262826242119