Marokko - Das bunte Land der Märkte und Paläste

Das Königreich Marokko umfasst eine Fläche von 458 730 qkm (ohne die Westsahara) und hat ca. 27,3 Millionen Einwohner. Im Norden grenzt Marokko an das Mittelmeer, im Osten an Algerien, im Süden an Mauretanien und im Westen an den Atlantischen Ozean.
Die Amtssprache ist Arabisch und im Geschäftsbereich gilt als Zweitsprache Französisch. Im Norden des Landes spricht man dazu auch noch Spanisch, ansonsten werden noch verschiedene Berberdialekte gesprochen. Staatsreligion ist der Islam und die Hauptstadt des Landes ist Rabat
Erleben Sie das faszinierende Erbe aus Orient und Okzident, hier haben viele Völker ihre Spuren hinterlassen.

Unser Tipp!

Durch seine geographische Lage ist Marokko ein Ganzjahresziel mit angenehmen Temperaturen.
Für Freunde der Rundreise empfehlen wir die Zeit zwischen Oktober und Mai. Die angenehmste Reisezeit für einen Badeurlaub ist von April bis November.

Rabat

Der beste Ort um sich auf Marokko einzustimmen. Mit Ruhe und Finesse bietet Rabat Gästen auf der Suche nach Romantik und Kultur ein harmonisches Ambiente.
Im Süden laden die Gärten am Platz Méchouar zum Bummeln ein, weiter im Stadtzentrum finden Interessierte Funde aus mehreren archäologischen Stätten des Landes im archäologischen Museum und in der Avenue Mohamed V stehen Sie vor eindrucksvollen Gebäuden im Art Déco-Stil. Entdecken Sie den Hassan-Turm, der eine Esplanade mit Marmorsäulen überragt, die Überreste einer Moschee aus dem 7. Jhd. Das Ganze wird abgerundet durch die alte Medina. Ein weiterer bezaubernder Ort liegt umrahmt von Mauern in einer fruchtbaren Talmulde mit Kaktusfeigen, Palmen und Olivenbäumen, die Grabstätte der Meriniden. Im 13. Jhd als letzte Stätte auserwählt, kann man heute im Schatten der Ruinen durch die Grabstätte spazieren. Etwas weiter außerhalb der Stadt findet man Zeugen aus noch älterer Vergangenheit: die römischen Ruinen von Sala.

Casablanca

Casablanca überrascht mit seinen unterschiedlichen Gesichtern. Das antike Anfa, eine Berbersiedlung aus dem 7.Jhd wurde Mitte des 18.Jhd wieder aufgebaut, indem die von einer Stadtmauer umgebene Medina neu errichtet wurde. Die neue Medina – aus der ersten Hälfte des 20. Jhd. - im Habous-Viertel gelegen, wurde nach traditionellen Plänen entworfen und lädt mit ihren kleinen Plätzen, den unzähligen Kunsthandwerksbetrieben und ihren Arkaden zu einem Besuch. Hier befindet sich die „Mahkama“, ein im spanisch-maurischen Stil, ganz aus Marmor und Holz errichtetes Gebäude, welches als Gerichts- und Audienzsaal dem früheren Pascha von Casablanca diente. Eine weitere Facette erhielt Casablanca mit der Architektur der 30er Jahre. Das Art Déco-Viertel im Osten der Medina mit mehreren Monumentalanlagen trägt zum besonderen Charakter der Stadt bei. Besichtigen Sie die „Villa des Arts“, ein Art Déco-Gebäude aus den 30er Jahren mit einem 2500 m² großen Garten, und die von 1927 bis 1936 von Marius Boyer erbaute „Wilaya“, die Präfektur, mit ihren Täfelungen aus seltenen Hölzern, den bunten Zellije-Mosaiken und den Lederornamenten. Sehenswert ist auch die große Hassan II Moschee, die am 30.08.1993 eingeweiht wurde. Mit Ihrem 200m hohen Minarett ist sie das höchste religiöse Bauwerk der Welt. Ein weiteres Muss, liegt außerhalb der Stadt, der „Marabout von Sidi Bou Abderrahmane. Archäologischen Funden nach war dieser Ort bereits in der vorchristlichen Zeit besiedelt.

El Jadida

Eine Autostunde südlich von Casablanca liegt die zauberhafte Küstenstadt El Jadida. Entdecken Sie die sehenswerte Medina, die von einer vollständig begehbaren aus dem 16. Jhd stammenden Stadtmauer umgeben ist und mit ihrem historischen und kulturellen Erbe Besucher entzückt. Das Wahrzeichen ist ein 1514 von den Portugiesen angelegter unterirdischer Raum, der wohl als Waffenlager oder Lager diente und der danach zur Zisterne umgebaut wurde. Der von fünf Säulenreihen und Gewölben, im gotischen Stil, erbaute Raum, in dessen Mitte ein Lichtschacht errichtet wurde geriet völlig in Vergessenheit und wurde 1916 durch Zufall wieder entdeckt, als ein Händler sein Geschäft erweitern wollte. Gegenüber der Bastion der Engel am Hafen von El Jadida oder am Boulevard Suez können Sie in einem der zahlreichen Restaurants frischen Fisch, die „ Alsen“, eine Sardinenart, genießen.

Mazagan

Nur 90 km, also ca. 45 Minuten liegt dieses einzigartige Beachresort an der marokkanischen Atlantikküste von Casablanca entfernt. Hier bleiben keine Wünsche offen und das, das ganze Jahr hindurch. In einer außergewöhnlichen Umgebung, am Rande eines weitläufigen Eukalyptuswaldes liegt der herrliche Strand von El Haouzia. Diese luxuriöse Anlage wurde bis ins kleinste Detail von dem Entwickler und Betreiber prestigevoller Beach Resorts und Luxushotels, Kerzner International gestaltet. In der Mitte der weitläufigen Anlage finden Sie ein 5-Sterne-Hotel, mit Wellnesscenter und einem Casino, das einem atemberaubenden Blick auf die Lagunen, die üppigen Gartenanlagen und den Golfplatz freigibt. Der 18-Loch-Golfplatz wurde von dem Golfspieler Gary Player mitgestaltet und wird von Troon Golf verwaltet.
Das vielseitige Hinterland bietet die beeindruckenden Hafenstädte von El Jadida und Azemmour, sowie die Kasbah von Boulaouane und Safi.

Essaouira

Das Juwel am Atlantik. Wie ein weißes Band zieht sich der endlose, weiße Sandstrand entlang des Meeres, ein Höhepunkt an der marokkanischen Atlantikküste. Ein Rundgang über die Festungsanlage mit ihren beeindruckenden Befestigungsbauten und einer Vielzahl an Kanonen führt Sie zur „Sqala de la Kasbah“, eine ehemalige Artillerie-Plattform, von wo aus Sie einen atemberaubenden Blick auf das Meer, den Hafen und die Medina - die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt - haben. Rund um den Uhrenturm in den Souks fertigen die besten Kunsttischler Marokkos Edles aus dem Thuva-Holz. Durch das Tor „Bab El Marsa“ gelangen Sie in den Hafen, verpassen Sie nicht das Anlegen der Fischerboote am späten Vormittag, nutzen Sie diese Gelegenheit und kosten Sie gegrillten Fisch in einem der Lokale - in einem Ambiente, das Ihnen in Erinnerung bleiben wird. Unvergesslich wird auch ein Besuch in dem ältesten Hamam der Stadt, lassen Sie sich hier auf traditionelle Art waschen und massieren.
Essaouira ist eine überschaubare Hafenstadt, deren Schätze, Besonderheiten und Aussichtspunkte in wenigen Minuten zu erreichen sind.

Agadir

Der erste Badeort Marokkos, die „Perle des Südens“ wie Agadir auch genannt wird, besticht durch Ihre herrlichen, kilometerlangen Sandstrände und ein herrliches Hinterland, das sich für zahlreiche Ausflüge anbietet. Dank des milden Klimas, fast 300 Sonnentage im Jahr und des 10 km langen Strandes ist Agadir ein Ganzjahresziel.
Die ursprüngliche Kasbah von Agadir, die von den Saadienern im 16. Jahrhundert auf einer Anhöhe errichtet wurde, fiel 1960 einem Erdbeben zum Opfer. Diese Stätte bietet einen atemberaubenden Blick über die gesamte Bucht - eine der schönsten weltweit - und den Hafen, sowie über die Neustadt, besonders im goldfarbenen Licht der untergehenden Sonne. Etwas weiter südlich wurde das Stadtzentrum in den 90er-Jahren wieder aufgebaut. Eine gelungene Städteplanung, angelehnt an die alte Stadt, deren Souk mit seinen Geschäften und maurischen Cafes zum Bummeln und Verweilen einlädt. Die Umgebung von Agadir bietet aber noch mehr. Besuchen Sie den „Souss Massa-Nationalpark“. Das Naturschutzgebiet im Süden, zwischen Ozean und den Bergen; hier führt Sie ein grünes Feuchtgebiet entlang des Wadi in Richtung Dünenstrand. Da hier die Flugstrecke der Zugvögel verläuft haben Sie die Möglichkeit verschiedene Vogelarten zu entdecken, unter anderem auch Flamingos, Störche, oder die weltgrößte Kolonie von Schopfibissen. Sie haben die Gelegenheit an geführten Wanderungen teilzunehmen, oder auf eigene Faust die Gegend zu entdecken. Fahren Sie in Richtung Tiznit auf der Straße der Mandeln und bewundern Sie unterwegs die grandiose Landschaft des Anti-Atlas Gebirges, Palmenhaine, endlos viele Mandelbäume und dazu Blöcke aus rosa Granit. Oder folgen Sie der Strasse der Arganbäume in Richtung Essaouira, ein einheimischer Baum, der bis zu 200 Jahre alt werden kann und dessen Früchte ein kostbares Öl liefern, welches in der Kosmetik, wie aber auch in der Gastronomie zum Einsatz kommt.

Taroudant

Taroudant liegt im Herzen eines fruchtbaren Tales, im Norden und Osten umgeben vom Gebirge des Hohen Atlas und im Süden des Anti-Atlas
Die beeindruckenden Stadtmauern aus Lehm, mit viereckigen Türmen versehen und der lebhafte Souk der ehemaligen Hauptstadt des Souss gaben dieser Stadt den Beinamen „Klein Marrakesch“. Fahren Sie in einer Kutsche entlang der 7 Km langen Mauer und besichtigen Sie die 5 Tore, die in die Stadt hinein- und hinausführen. Das wichtigste davon ist das „Bab El-Kasbah“
Entdecken Sie auf dem Souk das Kunsthandwerk der Berber, verschiedenste Silberwaren, Keramikhandwerk und Teppiche. Dazu kommen Obst, Gemüse und Gewürze. Außerhalb der Stadt liegen Obstgärten und oberhalb auf einer Bergspitze ca. 30km südöstlich erreicht man das Dorf Tiout mit seinem Palmenhain. Die Ruinen einer ehemaligen Kasbah, die heute zu einem Restaurant verwandelt wurden überragen diesen Ort und bieten einen majestätischen Blick über die Gegend. Unzählige Karawanen zogen vor langer Zeit hier durch und an die Völker der Wüste erinnert noch heute das Indigoblau der Kleidung der Frauen. Orange dominiert im November, der Zeit des Safranfestes in Taliouine. Dieses äußerst seltene Gewürz wird dann den Schminkfarben hinzugefügt, das an Festtagen auf die Haut aufgetragen wird.

Marrakesch

Marrakesch ist von den vier Königstädten die authentischste und gab dem Land seinen Namen. Erleben Sie die „rote“ Stadt, die Berbermetropole des Landes, mit Ihren gewaltigen ockerfarbenen Lehmmauern. Treten Sie ein in vergangene Zeiten, im malerischen Gewirr der Gassen der Altstadt, im Souk und in der Medina, sowie auf dem großen Platz „Jemaa El Fna“ scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Souks bieten alles, was der Reisende erwartet: Farben, Atmosphäre und Düfte. In den Gassen des Souks von Semmarine findet man typische, nach traditionellen Verfahren hergestellte Kleidungsstücke, aber auch Schmuck und Antiquitäten. Das berühmteste Wahrzeichen dieser Stadt ist der Platz der Gaukler und Marktschreier, tauchen Sie ein in dieses mittelalterliche Spektakel, wo Händler, Schlangenbeschwörer und Geschichtenerzähler um die Gunst der Zuhörer buhlen. Am Abend verwandelt sich der Platz in ein riesiges Freiluftrestaurant - hunderte von Garküchen preisen ihre Gerichte an. Sollte es zuviel des Guten sein, genießen Sie den Blick von der Dachterrasse eines der vielen Restaurants rund um diesen Platz. Ein weiteres Wahrzeichen liegt in Sichtweite, das prachtvolle Minarett der Koutoubia Moschee, ein Meisterwerk aus dem 12. Jhd, bewundern Sie die mit Skulpturen und feinen Einlegearbeiten verzierte Kanzel. Im Schatten des Minaretts, weitab von der Menge, wird Ihnen ein Moment der Ruhe gewährt, beim Besuch der Saadiergräber, die in einem arabisch-maurischen Garten liegen. Wenige Schritte sind es dann zum „El-Badi Palast“ dessen Terrasse einen Blick auf die Dächer der Stadt freigibt. Besuchen Sie anschließen die „Medersa Ben-Youssef“ eine alte Koranschule. Anschließend führt Sie ihr Weg zum „M´Nebhi Palast“ aus dem 19. Jhd, der das Museum für traditionelle marokkanische Volkskunst beherbergt. Ein Muss ist der Besuch des Gerberviertels, eine exotische Welt aus Farben und Gerüchen. Eine Fahrt mit der Kutsche bringt Sie zur Menara, einem kleinen Pavillon, umgeben von einem übergroßen Wasserbecken. Dieser Ort ist bei den Einheimischen für ein Picknick sehr beliebt. Marrakesch birgt viele Schätze, die es zu entdecken gilt.

Ouarzazate

Ein Halt in Ouarzazate lohnt immer. Auf einem 1160 m hohen Wüstenplateau gelegen erwuchs der Ort aus einer französischen Garnison. 1928 gegründet galt der Ort lange als Ausgangspunkt für Fahrten in den Süden des Landes, heute ist der Ort selber ein Reiseziel. Besichtigen Sie die Kasbah von Taourirt, deren ockerfarbene Wohnburgen ins Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurden. Aber auch die Kasbah von Tifoultoute und den „Ksar“ von Ait Benhaddou sollte man nicht außer Acht lassen, bieten sie doch einen Vorgeschmack auf die „Strasse der 1000 Kasbahs“. Heutzutage ist Ouarzazate ein wichtiger Teil der Filmindustrie, seit 1984 wird hier fast ständig ein Film gedreht. Dies verdankt der Ort seinen idealen klimatischen, geografischen und ökonomischen Voraussetzungen. Filme wie „Lawrence von Arabien“ Asterix und Obelix „Mission Kleopatra“ oder „Gladiator“ wurden hier gedreht und die Dekorationen dazu sind immer noch zu besichtigen.

Ifrane

In den Bergen des Mittleren Atlas auf 1650m Höhe gelegen, überrascht die Region Ihre Besucher. Hier können Sie in unberührter Natur Hechte und Forellen angeln, im Sommer bei herrlich angenehmen Temperaturen in einem Zedernwald wandern und im Winter Ski fahren. Entdecken Sie eine neue Facette Marokkos, unzählige Quellen und Seen, breite Alleen und Grünflächen, sowie Villen im europäischen Stil. Einige Kilometer weiter in Richtung Meknes liegt das Mausoleum des Marabuts Sidi Abdessalam –ein Heiliger aus dem 16. Jhd. –besichtigen Sie diese Pilgerstätte mit seinen blauen Kacheln und umgeben von Olivenbäumen und Zypressen.

Meknes

Erleben Sie die Pracht der Alawiten. Meknes gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Im 17. Jhd wurde die Stadt durch Moulay Ismael zur Königsstadt ausgebaut. Noch heute schützt eine 40 km lange Festungsmauer die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Wahrscheinlich aus dem 7. Jhd stammt die große Moschee. Das wohl schönste Tor der Welt das „Bab Mansour“ wurde Anfang des 18. Jhd errichtet und bildet den Eingang zur Königsstadt, in der das Mausoleum des Sultans eine der Sehenswürdigkeiten ist. Schlendern Sie durch die Medina, der lebhaften Altstadt. Auf dem Platz „El-Hedime“, zwischen der Altstadt und dem Königsviertel gelegen, befindet sich der überdachte Markt. Eine eindrucksvolle Kulisse, vor allem bei Einbruch der Dunkelheit, für Märchenerzähler, Schlangenbeschwörer, Feuerschluckern und Gaukler. Tauchen Sie in die Atmosphäre ein und fühlen Sie sich zurück versetzt in eine andere Welt. Ungefähr 31 km nördlich von Meknes liegt die antike Stadt Volubilis. Entdecken Sie die Überreste dieser römischen Stadt, den Triumphbogen, das Capitol oder das Haus des Bacchus, alles Zeugen des Prunks und der großen wirtschaftlichen Bedeutung der Siedlung.

Fes

Entdecken Sie die älteste der Königstädte. Hier reicht ein Tag nicht aus, um alle Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Das alte Fes El Bali aus dem 11. Jhd und das neue Fes El Jedid aus dem 13. Jhd bewahren unvergessliche Schätze. Ein Besuch wird hier zu einem besonderen Erlebnis. Spazieren Sie durch die Medina in Fes El Bali, die in ihrer Gesamtheit – mit einem Gewirr aus tausenden von Gassen - in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurden und deren Souk seit dem Mittelalter nicht mehr verändert wurde. Beginnen wir bei dem Tor „Bab Bouijloud“, das mit blauen und grünen Fayencen dekoriert ist. Danach folgt die „Medersa Bou Inania“ mit Zedernholz und Stuckskulpturen. Weiter gelangen Sie zu dem Heiligtum einer religiösen Bruderschaft „Zaouia Tijani“. Vorbei an den Verkäufern von Lederpantoffeln gelangen Sie zum Platz „En-Najiarine“ und dem Souk der Tischler. Bewundern Sie Schmuck und wertvolle Stoffe in der geschlossenen Markthalle „Kissaria“ bevor Sie im Gassengewirr zu dem meist besuchten Platz in Fes gelangen, die „Zaouia von Moulay Idriss“, das Mausoleum von Moulay Idriss, dem Gründer von Fes. Über den Platz „Es-Seffarine“, dem Platz der Messingschmiede gelangen Sie in das Gerberviertel. Der Weg führt Sie weiter über Moscheen zur „Medersa Es-Sahrij und endet bei dem früheren Palais „Dar Batha“, dies dient heute als Museum für einige der schönsten Sammlungen des Töpferhandwerks. Das berühmte Kobaltblau ist die Signatur des Töpferhandwerks von Fes. Ganz nah bei liegt, versteckt hinter weißen Mauern, der „Mogri-Palast“ mit wertvollen architektonischen Schätzen. Unweit der Souks befinden sich die „Medersen“ genannten Koranschulen. Die der „Karaouiyine-Moschee“ gegenüberliegende „Medersa El Attarine“ gilt als das Juwel der Medina. Entdecken Sie auch, die in der alten Stadt erbauten Warenumschlagplätze, die Lager- und Gästehäuser, „Fondouks“ genannt. In der Neustadt Fes El Jedid residierten die Sultane. Im 13. Jhd erbaut entstanden hier viele Paläste die heute als Luxushotels dienen, wie zum Beispiel das „Palais Jamai“. Hier befand sich auch das ehemalige Judenviertel, die „Mellah“ mit ihrer „Danan“ Synagoge und dem alten Judenfriedhof mit seinen weißen Gräbern.

Chefchaouen

Chefchaouen liegt geschützt zwischen zwei Bergen. Die blau und weiß gekalkten Häuser sind das Wahrzeichen dieser Stadt, die man am besten zu Fuß erkundet. Der Platz „Outa-el-Hammam“, in der Medina gelegen, bietet einen hervorragenden Blick auf die Moschee „Tarik-Ben-Ziad“, deren achteckiges Minarett an die andalusische Architektur erinnert und die man auch in der Kasbah und den schön angelegten Gärten innerhalb der Medina wieder findet. Führen Sie Ihren Rundgang fort bis zu dem „Rif Sebbarim“, dem Viertel der Waschplätze oder –häuser, hier erhebt sich eine Moschee aus dem 15. Jhd. Anschließend sollten Sie noch die befestigten Kornspeicher der Region, die sog. „Agadirs“ besichtigen.

Tetouan

Diese spanisch-maurische Stadt ist ein Schaufenster marokkanischer Tradition, erleben Sie hautnah das Nebeneinander verschiedener Kulturen.
Auch hier wurde die Medina mit ihrem Labyrinth aus kleinen Gassen, und ihren schmiedeeisernen Verzierungen zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Das belebteste Viertel am Abend, auch „klein Jerusalem“ genannt ist die „Mellah“. Hier verraten die Balkone und die großen Fenster den europäischen Einfluss. Im Souk hat jedes einzelne Handwerk noch seinen eigenen Bereich. Auf dem „El Fouki“ Markt wird Gemüse feilgeboten, im „El Houts Souk“ findet man Teppiche und Töpferwaren und im „Souk Gherza el Kebira kann man Kleidung kaufen. Gegenüber dem Tor „Bab el Oqla“ befindet sich seit 1919 die Kunsthandwerksschule, hier werden altüberlieferte Künste lebendig gehalten.
Ein besonders schönes Beispiel für die spanisch-maurische Architektur ist der Königspalast, den man vom Platz Hassan II aus erreicht. In der Neustadt, im Westen finden man kleine, höchstens fünfstöckige Häuser mit Geschäften im Erdgeschoss, diese stammen aus der Zeit des spanisch-marokkanischen Protektorats.
Auch hier lohnt wieder ein Ausflug in die nähere Umgebung. Vom „Djebel Dersa“ aus laufen die Aquädukte in Tetouan zusammen und versorgen die Stadt, dank eines ausgeklügelten Systems, mit Quellwasser. Ebenfalls sehenswert ist der Fischerhafen von „M´diq“ oder die südlich gelegenen Schluchten des „Laou Queds“

Tanger

Tanger „der Leuchtturm“ zwischen Europa und Afrika, weltoffen und kosmopolitisch.
Hoch über der Stadt bietet sich von dem Felsen ein einzigartiger Blick auf die legendäre Bucht und die Straße von Gibraltar. Genießen Sie den Sonnenuntergang auf der Terrasse des Cafés Hafa, wir vor Ihnen Persönlichkeiten von Sean Connery bis hin zu den Rolling Stones.
Beginnen Sie Ihren Streifzug im „afrikanischen“ Teil der Stadt mit seinem Gassengewirr, das Sie von der Medina in die Kasbah führt, hin zu dem ehemaligen Sultanspalast, der heute ein Museum beherbergt. Vom Platz der Kasbah gelangen Sie auf eine Terrasse mit atemberaubendem Blick. Rund um die „Place du Petit Socco“ waren die Cafés früher Treffpunkt von Journalisten und Intellektuellen. Weiter geht es zur großen Moschee zum „Grand Socco-Platz“ ein beliebter Markt Tangers. Im „Foundouk Chejra“ einer zauberhaften Karawanserei befinden sich weitere Verkaufsstände. Vorbei an der Kirche St. Andrews, dessen Turm einem Minarett gleicht führt Sie ihr Weg in das „europäische“ Tanger. Dieser Teil beginnt an der „Place de la France“. Tanger zieht seit dem 19. Jhd. Künstler in seinen Bann, Tennesse Williams, Samuel Beckett, Henri Matisse oder Paul Bowles…ließen sich hier inspirieren. Wandeln Sie auf ihren Spuren und spüren Sie den Charme und die Magie der Vergangenheit im Grand Café de Paris, im Café de France, in dem Hotel Minzah oder in dem Hotel Continental. Die Küste entlang gelangt man zum Marshan-Viertel und Mendoub-Palast, vormals im Besitz des Milliardärs Malcolm Forbes, der hier am Ozean glanzvolle Feste feierte.
Auch hier lohnt ein Ausflug in die Umgebung. Eine Fahrt zum „Kap Spartel“ führt Sie vorbei an den „Herkules-Grotten“. Die Grotten stehen bei Flut unter Wasser und der Eingang ähnelt einer auf dem Kopf stehenden Afrikakarte. Der Sage nach soll sich der Halbgott der griechischen Mythologie hier ausgeruht haben, nachdem er die Straße von Gibraltar geschaffen hatte. Nicht weit davon entfernt können Sie die restaurierten Überreste des Tempels und der Thermen der früheren römischen Stadt „Cotta“ besichtigen. Rund um den 1865 erbauten Leuchtturm auf dem Kap Sartel wachsen Eukalyptusbäume, Korkeichen und Ginster, genießen Sie von hier den Blick auf den Atlantik zur untergehenden Sonne. Zum Sonnenaufgang empfiehlt sich der Ausflug zum „Kap Malabata“, am Mittelmeer. Kleine Buchten und einsame Strände entlang des Weges führen Sie an diesen speziellen Ort, von dem man einen wunderbaren Blick auf die Straße von Gibraltar, die spanische Küste und auf die Stadt Tanger hat. Fahren Sie an einem Samstag hierher, dann sollte Sie ihr Weg weiter nach „Ksar Es-Seghir“ führen, einem kleinen Fischereihafen, denn dann findet hier ein belebter und bunter Markt statt.